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„Schotten soll weltoffen und bunt bleiben"

Diskussionsabend im Schottener SPD-Laden









Anfang Oktober hatten 250 Schottener Bürger anlässlich einer AfD-Wahlver-anstaltung im Stadtteil Burkhards eine Kundgebung für "Demokratie, Gleichberechtigung, Liebe, Solidarität, Toleranz und Weltoffenheit" veranstaltet.


Jetzt hatte die Schottener SPD zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen, bei der es um die Frage gehen sollte, ob und wie es nach diesem deutlichen Signal für gesellschaftliche Grundwerte weitergehen könnte.


Hans Dieter Herget, SPD-Mitglied und Stadtverordnetenvorsteher, hatte eingangs klar gestellt, dass es trotz des Veranstaltungsortes und der Ergebnisse der Landtagswahl nicht um Parteipolitik gehen solle. Er wies auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland, in Europa und in der Welt hin, die zeigten, dass Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und von Hass und Hetze geprägte Sprache auf dem Vormarsch seien. Als Beispiele führte er die Politik einiger europäischer Länder, wie Polen, Ungarn, Österreich und Italien an. Internationale Beispiele seien die nationalistische Politik des amerikanischen Präsidenten sowie die gerade erfolgte Wahl des Brasilianischen Regierungschefs, der Gewalt, Folter und Diktatur verherrliche.

In der sehr lebendigen Diskussion wurden vielfach Sorgen geäußert, dass die Werte der liberalen Demokratie in Gefahr seien. Wenn selbst Bundestagsabgeordnete in aller Öffentlichkeit äußerten, Hitler und die Nazis seien "nur ein Vogelschiss in unserer über 1000-jährigen Geschichte", dann zeige das eine gefährliche Entwicklung auf. Bedenklich sei auch, dass man sich nicht von rechtsradikalen, verfassungsfeindlichen Personen und Gruppierungen distanziere, sondern sogar die Zusammenarbeit suche. Gerade vor dem Hintergrund der Deutschen Erfahrungen aus zwei Weltkriegen, der Abschaffung der Demokratie und des millionenfachen Mordes sei das völlig unverständlich.


Als Fazit wurde festgehalten, dass in Schotten immerhin 83 Prozent der Wähler ihre Stimme Personen und Parteien gegeben hätten, bei denen es keine Zweifel an der demokratischen Ausrichtung gebe. Man war sich einig, dass Schotten auch in Zukunft weltoffen und bunt bleiben soll. Allerdings müsse jeder Einzelne im privaten, wie im öffentlichen Bereich wachsam sein und gegebenenfalls aktiv werden: "Man kann nicht einfach darauf vertrauen, dass die Lauten mit der Zeit schon verstummen werden, nur weil man selber schweigt".

FRÜHERE MELDUNG:

SPD-Ortsverein Schotten besteht seit 100 Jahren

Feierstunde im Historischen Rathaus


Die SPD gibt es zwar schon seit 1863, den SPD Ortsverein in Schotten aber erst seit 1918. Das ist auf jeden Fall ein Grund zu feiern, aber auch auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schauen.

Die Mitglieder des SPS Ortsvereins Schotten trafen sich am Samstag, dem 14.12.2018 im Historischen Rathaus zu ihrer Jahreshauptversammlung. Dabei wurde Stefanie Löser wieder zur Ortsvereinsvorsitzenden gewählt.

Der eigentliche Festakt begann dann um 20:00 Uhr mit Musik und zwei Vorträgen über die Geschichte des SPD Ortsvereins Schotten mit allen Höhen und zeitweise auch Tiefen.

Der SPD Parteivorsitzende von Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel ließ es sich nicht nehmen, von Berlin kommend, selbst die Glückwünsche der Partei zu überbringen und neuen Parteimitgliedern ihr Parteibuch zu überreichen. Auch für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt.














Auch nach 100 Jahren kann sich eine Partei natürlich nicht auf ihren Leistungen ausruhen. Die Welt ändert sich und damit die Gesellschaft und damit natürlich auch die Aufgaben, denen sich eine Partei stellen muss. Die Arbeitswelt ändert sich fundamental und damit ändern sich auch die Lebensverhältnisse. Das hat schon Karl Marx in seinem „Kapital“ beschrieben.

Die Partei ist also aufgerufen, sich diesen neuen Herausforderungen zu stellen und das Sozialsystem den neuen Bedingungen anzupassen.

Junge Leute sind heute immer weniger gewillt, sich in Vereinen und ähnlichen festen Strukturen zu binden. Sie haben aber natürlich das Recht und in gewisser Hinsicht auch die Pflicht, sich politisch zu engagieren. Hier hat die SPD die Aufgabe, sich diesen neuen Bedingungen zu stellen und Veranstaltungen zu organisieren, bei denen junge Leute ihre Anliegen vorbringen und diskutieren können, ohne gleich in eine Partei eintreten zu müssen. Umweltschutz ist eine Aufgabe für jeden, jeder sollte sich daran nach seinen Möglichkeiten beteiligen.

Die Partei stellt seit vielen Jahren die Bürgermeisterin von Schotten. Mit ihrer Hilfe und mit der Organisation der Stadtverwaltung können die Bürger von Schotten ihren Beitrag zu dieser Aufgabe leisten.

Schotten liegt im ländlichen Raum, immer noch mit einer umfangreichen Landwirtschaft. Wir alle sind verantwortlich für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Die Frage ist allerdings, wie sich der ländliche Raum entwickelt? Die direkte Versorgung vor Ort ist in den letzten Jahren

zusammen gebrochen, kleinere Geschäfte für zum Beispiel Lebensmittel mussten aufgeben. Das lag sicher nicht an den Betreibern. Die Kundschaft hat die Angebote auf der "grünen Wiese" bevorzugt. Was machen wir aber mit denjenigen, die nicht mit dem Auto zu den Supermärkten fahren können? Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend ausgebaut.

Alle Bürger sind aufgerufen, hier an Lösungen mitzuarbeiten. Der SPD Ortsverein Schotten mit seiner langen Geschichte von 100 Jahren steht mit seinen heutigen Mitgliedern bereit, an der Lösung anstehender Probleme mitzuarbeiten.

Nach den Worten von Thorsten Schäfer-Gümbel müssen die Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung kommen. Die Bürger wissen am besten, wo sie der Schuh drückt.


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